Kristin Steffan: Ein offenes Ohr

ForestFinance engagiert sich als Unternehmen ökologisch und sozial – auch das ist ein Grund, warum Menschen sich bewusst dafür entscheiden, für uns zu arbeiten. Viele von ihnen zeigen auch in ihrer Freizeit Verantwortungsbewusstsein und haben Möglichkeiten gefunden, sich gesellschaftlich einzubringen. Diesen Einsatz finden wir erwähnenswert und nehmen die Woche des bürgerlichen Engagements daher zum Anlass, Ihnen unsere MitarbeiterInnen einmal auf andere Weise vorzustellen.
 
Kristin Steffan arbeitet seit über zehn Jahren in der ForestFinance-Redaktion. Neben dem Beruf engagiert Sie sich bei einem telefonischen Beratungsdienst für Menschen mit psychosozialen Problemen und berät Menschen in Notlagen. Welche Voraussetzungen man für diese herausfordernde Tätigkeit mitbringen sollte und was sie aus den Gesprächen und der Arbeit gelernt hat, erzählt Sie uns heute im Interview.
 
 
Du engagierst dich nebenberuflich bei einem telefonischen Beratungsdienst für Menschen mit psychosozialen Problemen – welche Motivation steckt dahinter?
 
In meinem Umfeld habe ich selbst erlebt, wie sich Schicksalsschläge auswirken können. Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, wollte ich gerne nutzbar machen und anderen Menschen helfen. Zudem bin ich gerne beratend tätig und habe einen Ausgleich zu meiner sonstigen Tätigkeit gesucht.
 
Mitarbeiter werden vor Beginn ihres Engagements geschult – wie sah deine Ausbildung aus?
 
Das hängt individuell davon ab, welche Kenntnisse man bereits mitbringt. Ich studiere nebenberuflich Pädagogik und hatte ein Seminar in psychosozialer Beratung bereits hinter mir. Ergänzend habe ich dann einige Schulungen erhalten mit den Schwerpunkten Telefonberatung, ressourcen-  bzw. lösungsorientierte Beratung und einen Überblick der Stellen, an die bei Bedarf weiterverwiesen werden kann, um im Gespräch gemeinsam gefundene Schritte dann auch tatsächlich umzusetzen. Begleitend gibt es regelmäßig eine Supervision.
 
Welche Vorraussetzungen muss man mitbringen, um sich bei der Telefonseelsorge oder anderen Telefondiensten zu engagieren?
 
Eine wichtige Voraussetzung ist die psychische Belastbarkeit. Wenn man selbst gewisse Erfahrungen gemacht hat, ist es möglich, dass diese durch die Gespräche getriggert werden. Man sollte in der Lage sein, eine gewisse Ruhe zu bewahren und auszustrahlen und genug Empathie besitzen, um auf die Person am anderen Ende der Leitung einzugehen. Dabei muss man sich vor allem selbst zurücknehmen, weil es nicht darum geht, einen schnellen Rat zu erteilen – außer, es reicht aus, eine hilfreiche Adresse herauszugeben. Ansonsten ist es wichtig, daran zu denken, dass der Anrufer Experte für seine eigene Situation ist und man selbst höchstens einen Prozess anstoßen kann.
 
Gibt es etwas, was du aus deiner Arbeit und den Gesprächen lernen konntest? Was nimmst du persönlich mit?

Ich nehme aus jedem Gespräch etwas mit. Vor allem sehe ich immer wieder, was wirklich wichtig im Leben ist – und was nicht. Besonders schön ist es, wenn der Anrufer sich bedankt und sagt, dass ich ihm weitergeholfen habe – auch wenn ich weiß, dass das letztlich nur Hilfe zur Selbsthilfe ist und derjenige seinen Weg selbst gehen muss.

 

 

Online Redaktion | janina.mai@forestfinance.de

ist Teil des Kommunikationsteams bei ForestFinance. Sie schreibt gerne über Nachhaltigkeitstrends, Tiere und Grünes im Netz.

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