Das ForestFinance-Team in Zeiten von Corona

Einblick in das aktuelle Arbeiten und Leben unserer Online-Redakteurin

Die Corona-Krise betrifft uns alle, doch bei ForestFinance geht die Arbeit weiter. Am Social Friday berichten hier nun wöchentlich MitarbeiterInnen aus den verschiedenen Projektländern und der Bonner Zentrale, wie ihr Arbeitsalltag mit Corona weitergeht. Heute: eine Glosse von ForestFinance-Redakteurin Kristin Steffan aus dem Homeoffice mit Schulkind.

So niedlich wie die gebastelte Version ist das echte Virus leider nicht. Foto: privat

Ich bin ein digital Native: Mit einem Informatiker als Bruder hatte ich schon früh Computer im Haus und habe mit Online-Journalismus selbst ein Studium gewählt, das ohne Internet nicht auskommt. Seit vielen Jahren mache ich regelmäßig Homeoffice und weiß zu schätzen, dass ForestFinance dies ermöglicht: Es macht im Alltag vieles einfacher, zum Beispiel, wenn mein Sohn krank ist. Auch mein nebenberufliches Studium an der FernUni Hagen läuft fast komplett virtuell ab. So gehörte ich zu jenen, die zuhause blieben, als bundesweit die Schulen geschlossen worden.


Wenn Sie zwischendurch was zum Lachen brauchen – Twitterperlen zum Thema:


Lassen Sie es mich gleich sagen: Homeoffice ist toll, Homeoffice mit Schulkind ist okay, aber Homeoffice mit Homeschooling ist für Fortgeschrittene. Verzweifeln Sie nicht, es liegt nicht an Ihnen: Wenn Grundschulkinder sich zuhause selbst neue Mathethemen erarbeiten sollen und gleichzeitig eine lange To-Do-Liste auf dem Schreibtisch liegt, dann helfen auch die schönsten Tipps im Internet („Spielen Sie doch einmal wieder ein Brettspiel!“ „Strukturieren Sie den Tag!“ „Jetzt haben Sie endlich Zeit, stricken zu lernen!“) nichts. Klar sind wir privilegiert. Genauso klar ist, anstrengend ist es trotzdem, wenn Kinder, die gerade selbstständig wurden und oft bis abends unterwegs waren, plötzlich rund um die Uhr das Heimbüro beschallen (Respekt an dieser Stelle den Eltern mit Kleinkind). Es sind nicht alle Eltern zu zweit im Homeoffice und können sich abwechseln (noch so ein guter Tipp).

Ein Zeichen de Solidarität: Kinder malen deutschlandweit Regenbögen an die Fenster, damit vorbeikommende andere Kinder sehen, auch hier muss jemand alleine zuhause bleiben. Foto: privat

Was tatsächlich ein wenig hilft: Flexibel bleiben, alles etwas lockerer sehen und bei all dem Stress die Pausen nicht vergessen – wenigstens fünf Minuten zwischendurch, optimalerweise mit Sonneneinstrahlung, bewahren vor Wahnsinn und Aggressionen. Unten finden Sie ein paar Bewegungsideen für Grundschulkinder, die auch auf engem Raum funktionieren. Selbst wenn im echten Home-school-office-Alltag gar nicht so viel Zeit bleibt, wie vielleicht gedacht, ergeben sich manchmal Möglichkeiten, etwas Neues zu entdecken und selbst Teil des großen Ganzen zu bleiben. Wie das im Einzelnen aussieht, muss jeder selbst für sich ausloten. Das kann auch schon mal ein Abo des Disney-Channels sein.

Auch dieser Vogel zeigt Solidarität: Die Kinder der lokalen Schule basteln, jeder für sich, Kleinigkeiten für die Bewohner des Altenheims. Die Schule macht daraus ein großes Gesamtplakat. Foto: privat

Während ich arbeite, schuftet mein Rechner nebenbei für Folding@Home und trägt so etwas zur Corona-Forschung bei. Und auch mein Sohn lotst so langsam die digitalen sozialen Möglichkeiten aus. Gestern hatte er Gitarrenunterricht über Skype, morgen hat er sich mit einem Freund zum Schachspielen über Skype verabredet und mit dem Opa spielt er am Telefon Schiffeversenken. Ein Ziel, das über den Schulstoff hinausgeht und ihm in der ungewissen Zukunft nach Corona etwas bringen wird, hat er sich ebenfalls gesetzt: Er lernt Zehnfingertippen (online gibt es dafür zahlreiche kostenlose Lernprogramme, einfach googeln). Vielleicht lerne ich ja auch was, zum Beispiel ein bisschen kölsche Gelassenheit.

Bewegungstipps auf kleinem Raum:

Die guten alten Hüpfkästchen. Wir haben einen ganzen Parcour im Innenhof mit Kreide aufgemalt.

Nicht schön, aber effektiv, unser ganz persönlicher Hüpfparkour im Hinterhof. Foto: privat

Haben Sie ein Ergometer oder einen anderen Heimtrainer? Mit BitGym können Sie durch virtuelle Wälder fahren oder gar Sehenswürdigkeiten besuchen. Mit meinem Sohn war ich gestern im Elbsandsteingebirge und habe anschließend das Kolosseum umrundet. Bis Ende Mai ist die Vollversion wegen Corona kostenlos.

Sind Sie ein Kind der 90er? Dann kennen Sie vielleicht noch Hüpfkreisel, heutzutage auch Skip Ball genannt (etwa 15 Euro). Zur Not tut es auch ein Springseil, der Ball bringt aber deutlich mehr Spaß. Ein paar Quadratmeter Platz braucht es allerdings. Für Dauerhüpfer lohnt sich jetzt vielleicht auch das Geld der stornierten Klassenfahrt und Osterferien-Reise in ein Minitrampolin fürs Wohnzimmer zu investieren (um die 100 Euro).

Zirkusfreunde haben viele Möglichkeiten: Hulahoop, Jonglage, Tellerdrehen oder Diabolo. Das geht auch in der Wohnung. Falls sie noch Luftballons zuhause haben, können Sie die Jonglierbälle selbst basteln.

Besitzen Sie eine Konsole? Auch damit können Sie Sport machen. Wir haben eine uralte Wii, für die wir günstig gebrauchte Spiele wie Zumba und Boxen gekauft haben. Macht Spaß und sogar Muskelkater.

YouTube hilft: Hier finden Sie jede Menge Mitmachvideos, zum Beispiel die tägliche Sportstunde für Grundschulkinder von ALBA.

Viele weitere Ideen finden Sie in unserem Dossier.

Online Redaktion | Übersetzung | kristin.steffan@forestfinance.de

Kristin Steffan schreibt seit mehr als zehn Jahren für ForestFinance – am liebsten über Themen rund um Umweltpädagogik, Klimaschutz und Biodiversität.

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