DIY – Saatblättchen und Seedbombs einfach selbstgemacht

„Unsere Stadt soll grüner werden“, hört man nur allzu häufig. Das stimmt – die Städte werden zunehmend grauer anstatt grüner. Bäume werden gefällt und nicht erneuert, Grünflächen müssen aus Platzgründen Parkplätzen oder Wohnhäusern weichen. Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Wohnraum wird also immer nötiger, Grünflächen immer unwichtiger. Dabei kann wirklich jeder etwas zur Stadtbegrünung beitragen. Die Guerillagärtner-Bewegung hat gezeigt, dass mit kleinen Seedbombs eine kleine Fläche in eine Blumenwiese verwandelt werden kann. In unserer Insektenwoche stellen wir Ihnen eine Low-Budget-Variante vor, mit der Sie auch mit ganz wenig Material kleine Saatblättchen selbst basteln können.

Material:

  • Eierkarton
  • Pflanzensaat nach Wahl, wir haben eine Bienenmischung verwendet
  • Wasser
  • Rührschüssel
  • Keksausstecher

Das Papier vom Eierkarton entfernen und den Karton anschließend schön einweichen. Das kann ein paar Minuten dauern.

Eingeweichter Eierkarton
Eingeweichter Eierkarton. Foto: Katrin Spanke

Anschließend das überschüssige Wasser abkippen und den eingeweichten Karton in ganz kleine Fetzen zupfen.

Klein gerissener Eierkarton
Klein gerissener Eierkarton. Foto: Katrin Spanke

Mit dem Mixer oder Pürierstab die Pampe schön cremig rühren. Ist es zu bröselig, muss man noch etwas Wasser zuführen. Nun kann man die Saatmischung mit einkneten und den Brei auf einem Holzbrettchen oder Küchenpapier ganz platt drücken.

Plattgedrücktes Papier mit Saatmaterial
Plattgedrücktes Papier mit Saatmaterial. Foto: Katrin Spanke

Jetzt ist es soweit! Schnappen Sie sich die Ausstechform/en und beginnen Sie, in der breiigen Masse auszustechen. Wir empfehlen einfache Formen zu nehmen, damit auch möglichst die Form am Ende hübsch ausschaut (das ist allerdings nur gut für das Ego, dem Saatblatt ist das total egal 😉 ). Das Ausstechen war etwas kniffelig, man muss schon ordentlich drücken und ein wenig ruckeln, bis man eine schöne Form ausgestochen hat.

Herzform beim Ausstechen
Herzform beim Ausstechen. Foto: Katrin Spanke

Wir haben uns für eine Herzform entschieden und anschließend auch noch zu Testzwecken zwei kleine Kugeln gerollt. Nun lässt man alles ordentlich durchtrocknen. Übrigens, ist der Brei zu flutschig, sollte man die Ausstechform in der Trocknungsphase nicht entfernen. Anschließend kann man sie vorsichtig abheben. Fertig! Nun können Sie mit dem Saatblättchen losziehen und Ihre Stadt so hoffentlich etwas grüner machen! Bei uns läuft die Testphase noch und wir werden natürlich berichten, ob wir in Bonn eine kleine Blumenwiese zum Leben erwecken konnten.

Ausgestochene und gerollte Saatblättchen
Ausgestochene und gerollte Saatblättchen. Foto: Katrin Spanke

 

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.