ForestFinance-Bio-Projekt in Marokko startet durch

Ein Interview mit Anas BaChar, Oase-1-Projektleiter

Im August 2018 haben wir unser Projekt Oase 1 eingeführt und InvestorInnen für 400 Hektar Land gesucht, auf dem wir Oliven und Datteln in Bioqualität anbauen wollen. Der Gewinn für unsere Kunden erwächst aus den Ernten der Oliven und Datteln, deren Verkauf sowie dem Verkauf der Olivenbäume und Dattelpalmen am Ende der circa sechsjährigen Laufzeit. Oase 1 ist eines der wenigen Direktinvestments in Ökolandbau, bei denen InvestorInnen die finanziellen Früchte ihre Investments ernten. Wir haben Anas BaChar,  unseren Oase-1-Manager, zu den Entwicklungen des Projekts gefragt.

 Anas BaChar ist Geschäftsführer des ForestFinance-Unternehmens DesertTimber SAS und leitet das Oase-1-Projekt in Marokko.
Anas BaChar ist Geschäftsführer des ForestFinance-Unternehmens DesertTimber SAS und leitet das Oase-1-Projekt in Marokko. Foto: privat

Was ist in den letzten Wochen und Monaten auf den Oase-1-Flächen in der Region Drâa Tafilalet passiert?

Im April haben Geophysiker die Oase-1-Projektfläche vermessen um die idealen Orte für die Bohrungen für die Wasserversorgung auf dem Gelände zu bestimmen. Damit legen wir die Grundlage für das erste Agroforstsystem, das ForestFinance in einem afrikanischen Land implementiert.

Welche Rolle spielt unser Projekt in Marokko?

Es ist eines der größten Bio-Projekte des ganzen Landes!

Wie reagieren die Menschen in der Region auf das Projekt?

Die Menschen in der Region sind sehr glücklich und begeistert über das Projekt und die guten Auswirkungen auf die Natur, die Beschäftigung und das Leben der Menschen. Sie sind sich bewusst, dass die ökologische Erzeugung einen positiven Effekt auf die Umwelt, die Gesellschaft und auch auf das Image marokkanischer Produkte haben wird.

Bewässerung Oase 1
Geophysiker arbeiten an der Bestimmung der genauen Position für die Bohrungen/Brunnen. Foto: Anas BaChar

Anas Bachar (Mitte) führt Besucher über Nachbarflächen des Oase-1-Projektes. Foto: DesertTimber
Anas Bachar (Mitte) führt Besucher über landwirtschaftliche Flächen in der Region, in der auch ForestFinance Oliven und Datteln anbauen wird. Foto: DesertTimber

Wovon leben die meisten Menschen in der Region, in der wir das Projekt durchführen?

Die meisten Menschen leben von Landwirtschaft, viele züchten Schafe und Ziegen. Sehr viele in der Region sind arm und wandern in Städte ab. Oliven und Datteln spielen eine immer wichtigere Rolle in der Region. So sind Datteln seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Oasenwirtschaft. Ihr Anbau wird heute auch stark von nationalen und internationalen Organisationen und Programmen gefördert, um die Oasen, die weltweit in ihrer Existenz immer stärker bedroht sind, zu stärken. Datteln sind optimal, um die Oasen wirtschaftlich zu stärken, erstens weil hier traditionell Datteln angebaut werden und das Know-how entsprechend weit verbreitet ist und zweitens, weil man auch schon mit geringem technischen Aufwand Dattelhaine erfolgreich bewirtschaften kann.

Auch Oliven sind von immer größerer Bedeutung in der Region. Drâa-Tafilalet verfügt über mehr als drei Millionen Olivenbäume, von denen 70 Prozent produktiv sind. Die Olivenproduktion lag 2016 bei über 50.000 Tonnen, verglichen mit 27.000 Tonnen im Vorjahr. Die Einführung moderner Verarbeitungseinheiten für Oliven, die geschätzt 800 Tonnen Oliven pro Tag zu Trester und Öl verarbeiten, macht den Olivenanbau immer gewinnbringender – es können nicht nur immer mehr Oliven in kürzerer Zeit verarbeitet werden, auch die Qualität hat sich verbessert. Olivenöl ist ein Lebensmittel, das auch von der lokalen Bevölkerung konsumiert wird, was die Bedeutung der in den letzten Jahren in diesem Sektor durchgeführten Investitionsprojekte erklärt.

Junge Dattelpalmen auf einer Nachbarfläche des Oase-1-Projekts. Foto: Anas BaChar
Junge Dattelpalmen auf einer Nachbarfläche des Oase-1-Projekts. Foto: Anas BaChar

Was zeichnet unser Bewässerungssystem aus?

Die meisten konventionell bewirtschafteten Dattelplantagen verbrauchen sehr viel Wasser. Es wird in riesigen Mengen auf die Anbaufläche gepumpt und verdunstet oft, bevor es überhaupt von den Palmen aufgenommen werden kann. Wir hingegen arbeiten mit einem sparsamen Tröpfchenbewässerungssystem. Wir legen Leitungen direkt zu den Palmen und lassen aus der Leitung nur so viel Wasser fließen, wie die Palmen zum Wachsen brauchen. Das Wassermanagement erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Wasserbehörden. Eine hydrologische Umweltverträglichkeitsprüfung findet statt. Das Wassermanagement wird in Marokko von staatlicher Seite betrieben und unser Projekt wurde vorab von den örtlichen Behörden geprüft. Von den Behörden erhalten nur die Projekte grünes Licht, die den Grundwasserspiegel für die nächsten 30 Jahre nicht gefährden.

Mit welcher Bio-Kontrollstelle arbeiten wir zusammen und wann genau beginnt die Bio-Zertifizierung der Flächen?

Wir kaufen bereits die Setzlinge der Olivenbäume und Dattelpalmen aus Bio-Betrieben ein und beziehen von Anfang an die Öko-Kontrollstellen Bureauveritas & Eco Cert in das Projekt mit ein. Die Zertifizierung werden wir nach der EU-Bio-Verodnung durchführen.

Wie viele Menschen haben in dieser Phase des Projekts bereits Arbeit dank Oase 1 und ab wann werden es mehr?

Fünf Personen arbeiten jetzt schon direkt und indirekt für das Projekt. Während der Ernte, ab dem dritten Jahr, wird der Betrieb mehr als 350 Menschen willkommen heißen.

So funktioniert Oase 1 – unser Bio-Landwirtschaftsinvestment online:

Bio-Bauer mit Oase-1 werden
Mit Oase 1 investieren Sie in den Bio-Anbau von Oliven und Datteln und können bereits ab Jahr drei regelmäßige Erträge aus dem Verkauf von Oliven erzielen.

In unserem Film sehen Sie, wie das Investment Oase 1 funktioniert, wie Sie sich damit gegen die fortschreitende Wüstenbildung engagieren und regelmäßige Erträge aus dem Verkauf der Oliven und Datteln erzielen können. Nach voraussichtlich sechs Jahren verkaufen wir die produktiven Olivenbäume und Dattelpalmen und zahlen die Erlöse an Sie aus.

Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.


betreut seit 2008 das Kundenmagazin ForestFinest und sämtliche Printprodukte als Redakteurin und Autorin. Sie schreibt am liebsten über nachhaltig Gutes, das sich für Mensch und Umwelt rechnet.

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