Die Realität müssen auch Anleger:innen akzeptieren

Ein Kommentar zur Situation von Anleger:innen angesichts des Kriegs in der Ukraine von Harry Assenmacher, ForestFinance-Gründer und -Geschäfsführer, zuerst erschienen in den EXXECNEWS Nr 06.

Harry Assenmacher
Harry Assenmacher, ForestFinance-Gründer und -Geschäftsführer. Foto: ForestFinance

Der Krieg in der Ukraine ist eine erhebliche Krise mit grausamen Nebenerscheinungen, weil Kriege Menschenleben kosten, Leid produzieren und alles zerstören. Einher geht hierzulande eine große Unsicherheit über das richtige Handeln in kriegerischen Zeiten. Zur Ehrlichkeit gehört jedoch dazu: Anleger leben seit 30 Jahren mit kleinen und großen kriegerischen Auseinandersetzungen und vor allem den Unsicherheiten für die (Welt)Wirtschaft. Wobei die aktuelle jeweils die älteren verdrängt. Und es klingt stoisch fatalistisch: Kriege kommen und gehen auch wieder. Die Realität müssen aber eben auch Anleger akzeptieren.

Eine andere Krise wird uns auf viele, viele Jahrzehnte (wenn nicht Jahrhunderte) und Generationen bleiben – der Klimawandel. Der einzige vorstellbare Krieg, der global noch mehr Schaden anrichten könnte, als der Klimawandel, macht Überlegungen über Anlagemöglichkeiten ohnehin völlig obsolet. Der Bericht des Weltklimarates IPPC der letzten Woche macht aber überdeutlich klar, dass die Veränderung sehr viel schneller voranschreitet, als noch vor zehn oder zwanzig Jahren gedacht und berechnet. Wer also langfristig, ethisch und nachhaltig investieren will, der sollte sich hier orientieren. Denn: Der Klimawandel jenseits der 2-Grad-Grenze (und die wird immer wahrscheinlicher) wird mehr Zerstörung anrichten, als (fast!) jeder Krieg. Die Anpassungen, die wir sofort unternehmen müssen, werden daher vielfältige, sinnvolle und wirtschaftliche Tätigkeiten und Investitionsmöglichkeiten bieten. Und unabhängig davon, wo gerade Kriege in welcher Region auch immer stattfinden:

Das Investieren in die Zukunft der Menschen und ihre Lebensgrundlagen muss jetzt stattfinden und es hat Zukunft.

Kurzfristig Denkende werden sich auf Rüstung stürzen. Mit auch mindestens kurzfristigem Erfolg. Solange man keine moralischen Ansprüche an Investments legt, ist das ein probates Handeln. Will man aber andere Maßstäbe als reine Gewinnmaximierung anlegen, dann hat man mit den SDG der Vereinten Nationen einen klaren, deutlichen Kompass. Investitionen in Natur, Wald, Klimaschutz, Umweltschutz, Biodiversität, Wassersicherung haben genau jetzt Hochkonjunktur. Daran ändern auch kein Krieg etwas.


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Wichtige Hinweise: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen.

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