Bienenspecial: Bemerkenswertes, Tipps für den Bienenschutz auf dem heimischen Balkon und ein besonderer Buchtipp

To bee or not to bee

Der Frühling kommt und darum summt es auch hierzulande wieder in unseren Gärten – leider aber immer weniger. Die Gründe für den Rückgang der Bienenzahlen sind vielfältig: ein zu geringes natürliches Nahrungsangebot, der Einsatz von Pestiziden, Krankheiten und Schädlingsbefall – allen voran die Varroa-Milbe. Das Video von „Kurzgesagt – in a nutshell“ zeigt eindrucksvoll, warum Bienen für uns lebenswichtig sind und worunter sie leiden.


Das Video erklärt das Bienensterben aufgrund von Parasiten, Gift und Menschen.

 

So stoppen Sie das Bienensterben: Drei Mal Bienenschutz kinderleicht

1. Summende Kisten: Urban Beekeeping ist ein Trend, der bereits in Schulen und Kindergärten angekommen ist und dort auch den Jüngsten Naturschutz vermittelt. Denn Bienen lassen sich mit relativ geringem Zeit- und Pflegeaufwand in einfachen Kisten halten, die sogar selbst gebaut werden können. Auch in den kolumbianischen Acacia-mangium-Forsten von ForestFinance stehen Bienenkisten unb beherbergen die fleißigen Insekten, die nicht nur unsere Akazien bestäuben, sondern alle Pflanzen in der Region und somit sehr viel zur Artenvielfalt beitragen.

Unsere Acacia-mangium-Forste in Kolumbien sind eine beliebte Heimat für Bienen, deren Bestäubungsleistung von großer Bedeutung für die Artenvielfalt ist. Sie platzieren ihre Bienenwaben mit Vorliebe in den Ästen der Akazien. Seit 2015 produziert ForestFinance mit 200 Bienenstöcken Akazien-Honig in Kolumbien. Im Durchschnitt werden 27 Kilogramm Honig pro Bienenstock geerntet.
Unsere Acacia-mangium-Forste in Kolumbien sind eine beliebte Heimat für Bienen. Sie platzieren ihre Bienenwaben mit Vorliebe in den Ästen der Akazien, leben aber auch in momentan 200 Bienenstöcken und produzieren Akazien-Honig. Im Durchschnitt werden 27 Kilogramm Honig pro Bienenstock geerntet. Foto: ForestFinance

 

2. Wildbienen-Hotel: Egal ob im Garten oder auf dem Balkon, Sie können auch ohne zu imkern einiges für die wilden, aber friedlichen Verwandten der Honigbiene tun. Ein Bienenhotel hat auf dem kleinsten Fensterbrett Platz und bietet Brutzellen für viele Nachkommen. Der NABU erklärt auf seiner Website, wie ein Bienen-Eigenheim aussehen muss, damit es richtig ankommt.

ForestFinance-Gründer Harry Assenmacher mit Insektenhotel am Bonner Firmensitz. Foto: ForestFinance
ForestFinance-Gründer Harry Assenmacher hat auf seiner Terrasse den Bienen ein Insektenhotel eingerichtet. Foto: ForestFinance

 

3. Bienenweide: Gerade die Blüten von balkongeeigneten Küchenkräutern wie Thymian und Rosmarin bereichern nicht nur den Speiseplan, sondern schmecken auch Wildbienen besonders gut, bei denen übrigens auch Krokusse, Schneeglöckchen und Hyazinthen sowie Wildblumen heiß begehrt sind. Von den Bienen profitieren dann nicht nur Obstbäume und Beerensträucher im Garten, sondern alle, denn Wildbienen sind wahre Bestäubungsmeister und sorgen für üppige Ernten.

Helfen lohnt sich, denn Bienen sind nicht nur lebenswichtig, sondern auch faszinierende Gartengäste:

 

Hätten Sie’s gewusst? Fünf stichhaltige Fakten über Bienen

  1. Vielflieger fürs Honigbrot: Für ein Glas mit 500 Gramm Honig muss eine Biene etwa 40.000 Mal ausfliegen, berichtet der Deutsche Imkerbund – dabei legt sie einen Weg von rund 120.000 Kilometern zurück – das entspricht dem dreifachen Erdumfang!
  2. Die größte und die kleinste Biene: Bienenarten unterscheiden sich stark: von Perdita minima, einer nur knapp zwei Millimeter kleinen Solitärbienenart aus dem Südwesten der USA, bis hin zu der fast vier Zentimeter großen Wallace Riesenbiene (Megachile pluto), die in Indonesien heimisch ist und eine Flügelspannweite von mehr als sechs Zentimetern erreicht.
    In unseren Forsten summt es gewaltig, wenn unsere kleinsten Mitarbeiterinnen umherschwirren. Die Bienenkästen stammen aus unserem eigenen Holzverarbeitungszentrum und bestehen natürlich aus nachhaltig produziertem ForestFinance-Holz. Foto: ForestFinance
    In unseren Forsten summt es gewaltig, wenn unsere kleinsten Mitarbeiterinnen umherschwirren. Die Bienenkästen in unseren Wäldern in Panama stammen aus unserem eigenen Holzverarbeitungszentrum und bestehen natürlich aus nachhaltig produziertem ForestFinance-Holz. Foto: ForestFinance

     

  3.  Es geht auch ohne Stachel: Ebenso unterschiedlich ist ihre Lebensweise – so besitzen einige tropische Bienenarten keinen Stachel, sondern setzen sich mit Bissen oder ätzenden Flüssigkeiten zur Wehr.
  4.  Honig ist heilsam:  Schon der Koran beschreibt die Heilwirkung des Honigs und auch Hippokrates von Kos wusste um seine besonderen Kräfte und schwor auf das Allheilmittel in Form von fiebersenkenden Honigsalben und Honigwassern, die athletische Leistungen bei den Olympischen Spielen verbessern sollten. Moderne Mediziner wissen heute, dass er nicht ganz falsch lag: Die antibakterielle Wirkung des Honigs hilft gegen Keime, die gegen Antibiotika längst resistent sind; abgestorbenes Gewebe wird schneller abgestoßen.
  5.  Wirtschaftsmotor Biene: Weltweit wird die Wirtschaftsleistung der Bienen von der Universität Hohenheim auf 70 Milliarden Dollar jährlich geschätzt.

 

Zum Abschluss empfehlen wir Ihnen das ultimative Buch für alle Bienenfreunde!

Bienen – ein Buch zum Schmunzeln und Staunen

Buch "Bienen"
Wie wird aus einem Ei eine Bienenkönigin? Das Buch „Bienen“ erklärt es. Foto: Verlag Gerstenberg

Was haben Dinosaurier mit Bienen zu tun? Wie geht eigentlich so ein Bienentanz? Und warum gibt es Bienenbeuten, die aussehen wie ein Heiligenfigur? All das und noch viel mehr erfahren Sie auf unterhaltsame und vergnügliche Weise in dem im Gerstenberg-Verlag erschienenen Buch „Bienen“, das anhand großformatiger Bildtafeln die Geschichte von Mensch und Honigbiene erzählt. Autor Piotr Socha hat den Honig quasi im Blut, denn er wuchs als Sohn eines Imkers mit Bienen auf – und das spürt man auf jeder Seite, wenn man durch das großformatige, wunderschön illustrierte Buch „Bienen“ blättert. Nicht umsonst ist der Illustrator auch einer der beliebtesten Cartoonisten Polens. Wenn Ihnen sein Stil gefällt, dann schauen Sie doch mal auf seiner Website vorbei.

Kind blättert in "Bienen"
Das Buch lädt kleine und große Bienenfreunde gleichermaßen zum Schmökern ein. Foto: ForestFinance/Kristin Steffan

 

Piotr Socha, Thomas Weiler (Übers.): Bienen
80 Seiten, 27,5 x 37,5 cm, ab 5 Jahren
ISBN 978-3-8369-5915-5
EUR (D) 24.95

Hält, was es verspricht: „Bienen“ von Piotr Socha. Foto: Gerstenberg Verlag

 

 

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