Cotterell schützt Regenwald mit ForestFinance

Immer wieder holt ForestFinance von den Fincas in Panama und Peru Kakaobohnen nach Deutschland. Daraus machen wir in Belgien, Bonn und manchmal auch in Berlin edle Schokolade für unsere ChocolateTree-Kunden, aber auch für den Online-Shop www.treeshop.de. Bis es dann soweit ist und sich die Chocolatiers der Bohnen annehmen, lagern sie in Hamburg, beim Quartiersmannbetrieb H.D. Cotterell, ein. Quartiersmann ist ein sehr altes Gewerbe in Hafenstädten, das nicht mit den Waren handelt, die in den Häfen landen, sondern sie einlagert, begutachtet, pflegt, schützt und wiegt. Das in fünfter Generation familiengeführte Unternehmen H.D. Cotterell hat sich bereits 1890 als Quartiersmannbetrieb auf Kakao, Kaffee, Gewürze, Trockenfrüchte, Nüsse und Naturkautschuk spezialisiert und gilt als Experte auf diesem Gebiet. Seit einigen Jahren engagiert sich das Unternehmen immer stärker für Nachhaltigkeit und Umweltschutz – auch in Zusammenarbeit mit ForestFinance.

Thomas Cotterell ist der geschäftsführende Gesellschafter von H.D. Cotterell. Foto: H.D. Cotterell

Seit wann kennen Sie das Unternehmen ForestFinance? Wie kam der Kontakt zustande?

ForestFinance kennen wir schon sehr lange – länger als zehn Jahre. Innerhalb der Kakaobranche finden Kontakte schnell zueinander. So auch ForestFinance und wir. Wir sind beide Mitglieder des Hamburger Kakaovereins.

Sie haben 2020 Ihren MitarbeiterInnen SchutzWald von ForestFinance geschenkt. Wie kamen Sie auf die Idee, ein Waldschutzprojekt zu verschenken? 

Im Zuge der Klimaerwärmung ist jeder einzelne aufgefordert, nachhaltiger zu agieren. Unser Ziel ist es zum Beispiel bis 2028 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. In diesem Sinne haben wir uns überlegt, dem klassischen Konsum bei Geschenken entgegenzuwirken und etwas zur Klimaverbesserung beizutragen. Da lag für uns das SchutzWald-Projekt von ForestFinance auf der Hand. Auch hat dies Projekt eine Beziehung zu unserem Produkt.

Was hat Sie von unserem SchutzWald-Projekt überzeugt? Welche anderen Projekte standen noch zur Auswahl?   

Bei dem SchutzWald-Projekt hat uns überzeugt, dass das benannte Regenwald-Areal vor Rodung und Bewirtschaftung für die nächsten 50 Jahre geschützt wird. Dadurch wird Flora und Fauna vor äußerlichen Einflüssen geschützt und das Klima nicht negativ beeinträchtigt – also das Land in seinem Ursprung belassen. Das war für uns entscheidend. Alternativ standen Aufforstungs-Projekte zur Wahl.

Sie engagieren sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz – wie kam es dazu? Welches Erlebnis, welche Entwicklungen haben dazu beigetragen?

Wie bereits oben erwähnt, haben wir im Zuge der aktuellen Umweltdebatte unsere Klimaziele klar definiert: die Halbierung unserer CO2 Emissionen 2021 im Vergleich zu den Emissionen von 2018. Im Jahr 2028 wollen wir ein klimaneutrales Unternehmen sein. Wir erleben immer mehr, dass die Nachfrage nach neuen, kreativen und umweltfreundlichen Dienstleistungen und Produkten steigt. Das zeigt uns deutlich, dass das Bewusstsein dafür stetig wächst.

Die letzten Jahre durften wir beispielsweise einen Teil der logistischen Kette vom klimaneutralen Bio-Kakao-Transport aus dem Ursprungsland bis zum verarbeitenden Werk sein. Diese spannende Zusammenarbeit hat uns auch darin bestärkt, den nachhaltigen Weg weiterzuverfolgen.

Cotterell nahm an dem vom Schokoladenhersteller Zotter initiierten Projekt teil, Bio-Kakao klimaneutral mit dem Frachtensegler Avontuur aus Belize nach Österreich zu bringen.

Sie haben sich auf Waren spezialisiert, die oft in armen Ländern unter wenig sozialen und ökologischen Aspekten produziert werden. Welche Möglichkeiten haben Sie als deutsches Unternehmen, Einfluss auf die Produzenten zu nehmen beispielsweise Kakao, Kaffee oder Kautschuk nachhaltiger herzustellen?  

Wir stellen fest, dass seit über zehn Jahren die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten bei unseren Kunden deutlich angestiegen ist. Nachhaltig ausgestattete Produkte – mit Zertifikaten wie etwa BIO, UTZ oder Rainforest Alliance – werden per se vom Markt als zunehmend bedeutend wahrgenommen und fristen schon lange kein Nischendasein mehr. Wir gehen gerne neue Wege mit unseren Kunden und wollen sie dabei unterstützen. Von daher haben wir alle marktüblichen Zertifizierungen zum Thema Nachhaltigkeit und bieten ihnen fachkundiges Wissen zu diesem Thema an.

Bemerken Sie einen Unterschied zwischen den Waren, die bei Ihnen ankommen, ob sie aus nachhaltiger oder konventioneller Produktion stammen?

Insgesamt geht bei zertifizierten, nachhaltigen Produkten eine transparente Produktions- und Lieferantenkette voraus. Von daher ist das Konzept bei nachhaltigen Produkten auf einem hohen Qualitätsniveau und in der Regel ist die Qualität der Produkte aus nachhaltigem Anbau besser als die aus konventionellem Anbau.

Was tun Sie aktuell, um Ihr Unternehmen nachhaltiger wirtschaften zu lassen?

H.D. Cotterell gehört zu den Pionieren bei der Nutzung von elektrischen PKW in Deutschland. Nunmehr haben wir einen Anteil von 35 Prozent E-Autos im Fuhrpark, verwenden hauptsächlich E-Stapler im Lager und nutzen klimaneutralen Strom. Einen bedeutenden Anteil unseres Stromverbrauches produzieren wir über unsere Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern selber. Um unsere Klimaziele zu erreichen, arbeiten wir an entsprechenden Maßnahmen. Damit die Einsparung an CO2 messbar wird, lassen wir jährlich einen CO2-Bericht von unabhängigen Stellen erstellen.

Was planen Sie für die Zukunft?

Es gibt viele neue umweltfreundliche Ideen, die wir gespannt verfolgen und für uns in Betracht ziehen; unter anderem erarbeiten wir gerade ein Konzept für unsere Kunden, um klimaneutrale Transporte durchführen zu können.

Ich sehe H.D. Cotterell erst am Anfang seiner nachhaltigen Entwicklung. Es wird sich noch vieles verändern.

Klimaschutz für Unternehmen: Der SchutzWald

Ihr Unternehmen will aktiv werden und Verantwortung für Klima- und Umweltschutz übernehmen? 

Gemeinsam können wir Zeichen setzen: Mit unserem SchutzWald können Sie wertvollen Regenwald für ein halbes Jahrhundert unter Schutz stellen – und so Wald, Umwelt und Klima für die Zukunft erhalten. Denn, neben Aufforstung ist im Kampf gegen den Klimawandel vor allem eines wichtig: Der Schutz bestehender Wälder!

betreut seit 2008 das Kundenmagazin ForestFinest und sämtliche Printprodukte als Redakteurin und Autorin. Sie schreibt am liebsten über nachhaltig Gutes, das sich für Mensch und Umwelt rechnet.

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