ForestFinance Green Bond 20/30 – die Projekte

Waldprojekte in Panama –
Nachhaltiger Kakaoanbau im Agroforst und Produktion von Edelhölzern in Mischwäldern

Ein wichtiges Projekt der ForestFinance Capital (FFC) ist die Weiterentwicklung von Wald- und Kakaoflächen in Panama, die bereits seit acht Jahren von der ForestFinance Gruppe bewirtschaftet werden. Das Ziel: Die Waldflächen sollen kurzfristig forstwirtschaftlich optimiert und die Kakaoflächen langfristig auf Bio-Standard umgestellt werden. Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der FFC-Kakao- und Waldareale (Investitionsvolumen 3,1 Millionen Euro).

Die Waldprojekte in Panama entsprechen vier Nachhaltigkeitszielen der UN (SDGs).
Grafik: FFC Broschüre „ForestFinance Green Bond 20/30“, Seite 3

Kakaoanbau in Panama – nachhaltig im Agroforst

Die ForestFinance Gruppe bewirtschaftet seit 2008 Kakaoflächen in Panama und das in nachhaltig angelegten Agroforstsystemen, die seit 2014 UTZ-zertifiziert sind und einige seit 2019 auch das Bio-Siegel haben. Panama bietet ideale Bedingungen für den Kakaoanbau, dank der fruchtbaren Böden und jahrhundertealten Kakaoanbau-Tradition. Das tropische Klima eignet sich hervorragend für Wachstum in einem Agroforstsystem, in dem die Schattenbäume schnell groß werden, um die Kakaobäume in ihrem Schutz gedeihen zu lassen.

Agroforstsysteme sind eine besondere Form der Landwirtschaft, in die Forstwirtschaft integriert wird. Das bedeutet im Falle von Kakao, dass auf den Kakaofincas nicht nur Kakaobäume in Monokultur, sondern auch andere Pflanzen und Bäume angebaut werden. Letztere werden so ausgesucht, dass sie sich gegenseitig und vor allem dem Kakao nutzen. So spenden die schnell wachsenden Bananenbäume den jungen Kakaobäumen Schatten, die in der prallen Sonne schnell verbrennen würden.

Die nachhaltigen Kakao-Agroforstsysteme hat ForestFinance mit standortgerechten Pflanzsystemen installiert, die in ihrer Grundstruktur aus bis zu 1.100 Kakaobäumen und 70 bis 280 Schattenbäumen je Hektar bestehen. Das Unternehmen hat dabei seit jeher darauf geachtet, so viele unterschiedliche, einheimische Pflanzen wie möglich anzubauen, so dass eine bunte Flora und Fauna entsteht, die der Fruchtbarkeit der Finca ebenso dient wie der Schädlingsbekämpfung. 

Ebenso sorgfältig wie ForestFinance die Flächen und die dafür optimalen Bäume ausgesucht hat, hat sich das Unternehmen um die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort gekümmert und Unfallversicherungen für alle abgeschlossen sowie regelmäßige Impf- und Gesundheitsvorsorgetermine vereinbart.

Nicolas Santos betreut seit vielen Jahren die ForestFinance-Baumschulen in Panama, in denen Setzlinge von Kakao- und einheimischen Baumarten herangezogen werden. Foto: ForestFinance/Silke Berger

Die Arbeit lohnt sich, denn Edelkakao ist weltweit gefragt

Edelkakao wird weltweit immer begehrter. Im Gegensatz zum Massenkakao, der vor allem in Ländern Afrikas angebaut wird, stammt er überwiegend aus Lateinamerika und macht momentan fünf Prozent der Kakaoproduktion aus. Experten der Internationalen Kakaoorganisation ICCO sprechen von einem rasch wachsenden Bedarf und beklagen, dass die Produzenten diesen schon seit Jahren nicht mehr decken können. Der Edelkakaomarkt unterscheidet sich deutlich von dem gigantischen Massenkakaogeschäft. Er ist nicht nur von edlen, aromatischen Früchten gekennzeichnet, sondern auch von unmittelbaren Handelsbeziehungen zwischen den Kakaobauern und den Chocolatiers. Letztere achten streng auf Anbaumethoden und die Qualität der Ware, ebenso wie auf einen fairen Umgang mit MitarbeiterInnen. Meist überprüfen sie diese direkt vor Ort und sind auch bereit, für die edlen Bohnen mehr zu zahlen als für Massenkakao.

Nur wenige Länder genießen den Ruf, Edelkakao zu produzieren und werden als solche von der Internationalen Kakaoorganisation ICCO anerkannt. Panama gehört seit 2016 dazu. Diese Anerkennung als Edelkakao-Exporteur verdankt Panama nicht zuletzt dem Engagement von ForestFinance, dessen Edelkakao-Ernten von vielen Experten als besonders hochwertig und edel gelobt wird. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Edelkakao-Blogbeitrag.

ForestFinance Capital wird die Kakaoflächen von der ForestFinance Gruppe übernehmen, optimieren und für die Bio-Zertifizierung vorbereiten. Edelkakao, der das europäische Bio-Siegel trägt, ist weltweit begehrt und die Flächen, auf denen er wächst entsprechend wertvoll. Die FFC rechnet damit, dass die Audits für die Zertifizierung ohne große Komplikationen vonstatten gehen, da die Flächen die meisten Auflagen bereits erfüllen, die MitarbeiterInnen vor Ort die Prozesse kennen und professionell vorantreiben.

Eine Beteiligung am ForestFinance Green Bond 20/30 ist ein Statement für ökologischen und sozialen Kakaoanbau und ein unmissverständliches Zeichen gegen den ausbeuterischen Massenkakao-Anbau von Multikonzernen, von denen viele für Kinderarbeit, Umwelt- und Regenwaldzerstörung in Afrika verantwortlich sind – ohne Verantwortung zu übernehmen.

© Deutsche Welle berichtet über Kakaoinvestments von ForestFinance.
In diesem englischsprachigen Beitrag stellt die © Deutsche Welle die ForestFinance-Kakaowälder und -investments in Panama im Rahmen der ICCO Weltkakao-Konferenz vor und zeigt, wie Ökonomie und Nachhaltigkeit bei ForestFinance Hand in Hand gehen.
Titel: Panama Kakaofarm / Can sustainability work as a business model?, Jahr: 2017
Autor: Oliver Ristau, Kamera/Schnitt: Andreas Betten

Wälder in Panama zur ökologischen Edelholz-Produktion

Wälder gedeihen im tropischen Klima Panamas, mit gleichbleibend hohen Temperaturen und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit, besonders gut und bieten außergewöhnlich vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat.

Panamas Regenwälder zählen zu den selten gewordenen biologischen Hotspots dieser Welt. Jeder Hektar, der zerstört wird, ist ein großer Verlust für die Umwelt, dem der ForestFinance Green Bond 20/30 entgegenwirken will.

Biologen des Smithsonian Tropical Research Institute in Panama kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Art und Weise der Regenwaldabholzung in den letzten 25 Jahren gewandelt hat. Während früher Regenwald gerodet wurde, um Raum für Menschen und deren Siedlungen zu schaffen, fallen heute die meisten Flächen der Ausbeutung von Bodenschätzen durch internationale Konzerne zum Opfer. Vor allem die Holzwirtschaft sowie die Schaffung neuer Nutzflächen für den Ackerbau gefährden die Regenwälder Lateinamerikas. Die Regierung Panamas will dieser Entwicklung Einhalt gebieten und hat den Handel mit nahezu 100 verschiedenen Holzarten eingeschränkt, die sie auf die Liste des Washingtoner Artenschutzabkommen setzen ließ. Auch die Forste, die ForestFinance Capital von ForestFinance übernimmt, tragen zum Regenwaldschutz bei. Ihre nachhaltige Nutzung hilft die Nachfrage nach Tropenhölzern zu befriedigen und lindert so den Druck auf verbliebene Regenwälder, auch außerhalb Panamas.

Der Umweltminister Panamas, Emilio Sempris (2. v. r.), besuchte 2018 das ForestFinance-Büro in Panama City und informierte sich über das nachhaltige Forstkonzept. Rechts im Bild ist Petra Kollmannsberger, damalige Geschäftsführerin der ForestFinance Panama S.A., zu sehen sowie ForestFinance-DienstleisterInnen. Foto: ForestFinance

ForestFinance pflanzt seit 1995 in Panama viele einheimische Baumarten an, deren Samen in den Wäldern gesammelt und in Baumschulen zu Setzlingen herangezogen werden, bevor sie an sorgfältig ausgesuchte Standorte gebracht und gepflanzt werden. Die einheimischen Arten sind optimal an das Klima und die Gegebenheiten vor Ort gewöhnt und gedeihen somit prächtig. Bei Durchforstungen und Ernten holt das Unternehmen immer nur so viele Bäume aus dem Forst wie nötig, so dass gesunde, naturnahe Wälder entstehen.

Der Forstverband Anarap (Asociación Nacional de Reforestadores y Afines de Panamá) hat ForestFinance für den innovativen Beitrag und die Entwicklung der Forsttechnologie in Panama ausgezeichnet.

Das Forstmanagement von ForestFinance wurde in Panama von Regierungsstellen und dem Forstverband als nachhaltig und fortschrittlich ausgezeichnet: Es bietet Sicherheit am Arbeitsplatz, eine ökologisch-nachhaltige Wirtschaftsweise ebenso wie modernes Werkzeug zur effizienten Holzernte und -bearbeitung. Bei der Erhebung und Verwaltung der Flächen werden moderne Techniken wie tragbare Datenverarbeitungssysteme genutzt sowie digitale Karten und Luftaufnahmen zur Überwachung und Dokumentation der Aufforstungen. Die FFC will diese Flächen kurzfristig weiter optimieren, um ihren Wert weiter zu steigern.

ForestFinance Green Bond 20/30: Investieren in grünes Wachstum und Nachhaltigkeit

Mit dem ForestFinance Green Bond 20/30 der ForestFinance Capital GmbH investieren Sie in nachhaltige Projekte entlang der Wertschöpfungskette von natürlichen Rohstoffen. Lernen Sie mehr über die grüne Anleihe der ForestFinance Capital:

betreut seit 2008 das Kundenmagazin ForestFinest und sämtliche Printprodukte als Redakteurin und Autorin. Sie schreibt am liebsten über nachhaltig Gutes, das sich für Mensch und Umwelt rechnet.

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