Was ist ein Waldinvestment?

Wald – genaugenommen: sein Holz – dient seit jeher den Menschen in unterschiedlicher Weise. Als Brenn-, Werk- und Baustoff genutzt, wurde bereits im 18. Jahrhundert deutlich, dass Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden müssen, um die Ressourcen nicht gänzlich auszuschöpfen. Holz wurde zu einem wertvollen Gut und ist es bis heute geblieben. In Deutschland profitieren davon vor allem Staat, alter Adel und Kirche. Wie auch kleinere Investoren mit Waldinvestments nachhaltig Gewinne erzielen können, erfahren Sie hier.

 

Was ist ein Waldinvestment
Eintönige Monokulturen – wie hier mit Fichten – mögen lukrative Investitionen sein. Für die Umwelt sind sie eine Katastrophe. Foto: pixabay

1. Was sind Waldaktien?

2. Was sind Wald-Direktinvestments?

3. Was sind Waldfonds?

4. Kann man Wald in Deutschland kaufen?

5. Vorteile und Risiken von Waldinvestments

6. Wie erkenne ich verlässliche Waldinvestmentanbieter?

 

Gab es vor einigen Jahren nur wenige Waldinvestmentarten, so existiert mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Formen, zum Beispiel Waldaktien, Waldfonds oder Wald-Direktinvestments. Die meisten von ihnen bieten bei genauem Hinsehen Investments in Holz(produktion) an. ForestFinance ist einer der wenigen Anbieter, der Wald macht und schützt und daraus Investmentprodukte entwickelt.

 

Die Vielfalt der Investmentangebote erklärt sich mit den Erfolgen: Der NCREIF Timberland Index, der sich aus den Preisen von Millionen von Hektar Forstflächen amerikanischer Investmentgesellschaften ergibt, steigt seit mehr als 20 Jahren kontinuierlich. Die Wertschwankungen sind im Vergleich zu Aktienindizes minimal und Wald- und Holzinvestments werden als Sachwert-Investment und Inflationsschutz immer beliebter.

 

So sieht ein nachhaltiges Waldinvestment aus: In diesem Film sehen Sie ForestFinance-Wälder, die in dieser naturnahen Form nur wachsen können, wenn Investoren und Anleger nicht allein die Rendite, sondern auch die Umwelt im Blick behalten.

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1. Was sind Waldaktien?

Eine  ist ein Wertpapier, welches den Anteil an einer Aktien­gesellschaft verbrieft, deren Kapital zu einem Großteil in Waldeigentum oder der Holzverarbeitung investiert ist. Der Wert von Waldaktien ergibt sich aus der Börsenbewertung multipli­ziert mit der Anzahl der Aktien. Sofern die Waldaktie börsennotiert ist, ist ein Handel relativ einfach möglich.

Waldaktien-Gesellschaften mit nennenswertem Streubesitz aus Deutschland gibt es keine an den Börsen. Gehandelt werden hierzulande vorrangig skandinavische und nordamerikanische Waldaktien-Gesell­schaften. Bei diesen ist die Informationsbeschaffung für deutschsprachige Investoren schwierig. Ein Nachteil der jeder­zeitigen Börsenhandelbarkeit von Waldaktien sind zudem ihre extremen Wertschwankungen. So schwankte die Bewertung der meisten börsennotierten Waldaktien in den vergangenen Jahren um gleich mehrere hundert Prozent. Dies liegt an der starken Konjunkturabhängigkeit vieler Waldaktien: Die meisten Waldaktien-Gesellschaften sind überwiegend Holzverarbeiter, die sehr stark von Konjunkturschwankungen und damit von Fluktu­a­tionen der Zellstoff- oder Bauholzpreise betroffen sind.

 

2. Was sind Wald-Direktinvestments?

in Edelholz hingegen können durch Ernteverschiebung besser auf Marktschwankungen reagieren. Die Bäume werden so lange im Wald gelassen, bis sich die Ernte lohnt – und werden mit jedem Tag größer, höher und wertvoller. Zudem sind die Fluktuationen der Edelholzpreise deutlich kleiner als die von Bauholz oder Holz zur Zellstoffproduktion. Darüber hinaus sind die Erträge eines Wald-Direktinvestments in der Regel steuerfrei, während die Kursgewinne von Waldaktien und Waldaktien-Dividenden den fast 30 Prozent Abgeltungssteuer (inklusive des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer) unterliegen.

Aus Umweltsicht spricht ebenfalls viel für direkte Waldinvestments: Denn die Aufforstung neuer Bäume kann man nur als Inves­torIn initiieren. Durch den Kauf von Waldaktien hingegen wird kein neuer Baum gepflanzt.

Dass ökologische Waldprojekte Erträge erwirtschaften, beweist ForestFinance nun seit fast 25 Jahren. Wie genau, können Sie hier lesen.

 

3.

Die gängigsten Anlageformen in Wald sind Direktinvestments oder geschlossene Fonds. Während bei Direktinvestments Anleger direkt in einzelne oder mehrere Bäume auf bestimmten Flächen investieren und die Bewirtschaftung einem Dienstleister überlassen, sind geschlossene Waldfonds weniger individuell. AnlegerInnen in Waldfonds sind lediglich Geldgeber einer Gesellschaft, die Grundstücke erwirbt und aufforstet, um Holz zu produzieren. AnlegerInnen profitieren als AnteilsinhaberInnen vom Verkaufserlös des Holzes und entsprechend mehr, wenn die Holzpreise am Markt steigen. Somit sind Waldfonds-Investments – ebenso wie Wald-Direktinvestments und Waldaktien – klassische Rohstoffinvestments. Da Fonds in der Regel allein auf Profit für die Fonds-Gesellschaft und ihre Anleger aus sind, sind Waldfonds größtenteils Investitionen in Monokulturen, die schnell und billig Holz produzieren sollen.

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4.

Es ist sehr schwer, in Deutschland Wald zu kaufen„, sagt Michael Freiherr von der Tann, Präsident des hessischen Waldbesitzerverbandes in einem ntv-Interview. Für ihn gilt: „Wald verkauft man nicht, den vererbt man – und zwar ungeteilt.“ Die Nachfrage nach Wald wächst also seit Jahren, ohne dass genügend Wälder zum Kauf angeboten werden. Waldbesitzer erklären sich steigende Nachfrage und Preise mit der Zins- und Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. So sagte Michael Prinz zu Salm-Salm dem „Tagesspiegel: „Der Sparer wird bestraft, der Schuldner belohnt. Ein Nebeneffekt dieses Irrsinns ist, dass Sachwerte teurer werden, auch Land und Forst.“ So haben sich laut ntv die Preise für Wald in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt und somit die Wünsche, heimischen Wald zu kaufen und Gewinne zu ernten, weiter angestachelt. Deren Erfüllung ist aber nicht einfach: Zu dem Kaufpreis gesellen sich Grunderwerbsteuer, Notar und Gebühren, die oft zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen, und schmälern so die Rendite für Wald-Investoren deutlich. Hinzukommt, dass alljährlich  Grundsteuer gezahlt werden muss und die Holzproduktion wegen Umweltauflagen und Zertifizierungen in Deutschland relativ teuer ist. Waldflächen in anderen Ländern bieten da weitaus höhere Renditen, wobei sich der Waldkauf in fremden Ländern für Ausländer sehr schwer gestaltet. Wesentlich einfacher ist es da, Unternehmen zu beauftragen, Wälder oder brachliegende Flächen in anderen Ländern zu pachten oder zu kaufen, diese zu bewirtschaften, um Erträge für Investoren zu generieren.

 

5.

Die Vorteile von Waldinvestments liegen in der wachsenden Nachfrage nach dem Rohstoff Holz. Es gibt immer wenigere Waldflächen und bereits heute übersteigt die Nachfrage nach Holz bei weitem das Angebot. Das spricht dafür, dass die Holzpreise auch in Zukunft steigen werden und davon profitieren letztendlich alle Investoren. Wenn die Aufforstungen dann auch nachhaltig bewirtschaftet werden – oder wie bei ForestFinance sogar darauf ausgelegt sind, zu bleibenden, naturnahen Wäldern zu werden – kann ein Investment in Wald sprichwörtlich gründe Renditen bringen.

Es gibt aber auch die Schattenseiten. So sind Waldinvestment nicht immer sozial, vor allem wenn Aktiengesellschaften und andere große Firmen in fernen Ländern günstig Land kaufen und vielleicht sogar die heimische Bevölkerung verdrängen oder durch die Landkäufe die Preise für Grund und Boden für Ortsansässige ins Unermessliche steigen. Auch sind nicht alle Wälder, die durch Investments entstehen, ökologisch. Tausende Hektar, mit in Reih und Glied gepflanzten, geklonten Eukalyptus oder Teak ist für die Natur kein Gewinn. Im Gegenteil: Hier müssen viele Insektizide und Pestizide zum Einsatz kommen, die den Boden und die Umwelt belasten und zerstören.

Ein Risikofaktor haben alle Waldinvestments: die lange Laufzeit. Auch bei nachhaltigen Waldinvestments, die auf Menschenrechte und Umweltschutz achten, brauchen die gepflanzten Bäume viel Zeit, um zu wachsen. Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen brauchen sie wahrscheinlich noch länger als die schnellwachsenden Bäume in den Monokulturen, die früher geerntet werden, um günstig Zellstoff und Biomasse zu produzieren. Das gereicht den langsam wachsenden Bäumen zwar zum Vorteil – denn Bäume werden mit jedem Zentimeter größer, gewinnen an Volumen und damit auch an Wert –, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass während langer Laufzeiten, viel passieren kann: Unternehmen können schlecht wirtschaften und Pleite gehen, die Regionen, in denen die Wälder wachsen, politisch instabil werden. Auch natürliche Ereignisse wie Feuer, Erdbeben, Dürren oder Überschwemmungen haben im Laufe der Jahre viel Zeit um einzutreten. Somit sind Waldinvestments vor allem für Anleger dann richtig, wenn sie keine Risiken scheuen, den notwendigen finanziellen Spielraum und langen Atem haben, bis die Bäume die Erträge bringen.

Waldinvestments Risiken
Ein Waldinvestment sollte gut überlegt sein. Hier sehen Sie eine Übersicht von ForestFinance zu Risiken und Schutzmaßnahmen unserer Waldinvestments, wie sie ForestFinance in allen Broschüren ausführlich auf zwei Seiten darstellt.

 

6.

Ein wichtiger Indikator für einen verlässlichen Anbieter ist seine Präsenz auf dem Markt. Je länger er mit Erfolg Wälder aufforstet und bewirtschaftet und vielleicht auch schon Erträge an Investoren ausgezahlt hat, desto mehr spricht dafür, dass er das auch in Zukunft tun wird. Wichtig ist auch, wie transparent ein Waldinvestmentanbieter auftritt: Veröffentlicht er konsolidierte Geschäftsberichte, legt er Berechnungen offen, aus denen hervorgeht wie seine Holzerträge zustandekommen, besteht die Möglichkeit, die Waldflächen zu besuchen und Mitarbeiter vor Ort zu sprechen? Das sind wichtige Indikatoren, an denen ein solider, verlässlicher Geschäftspartner erkannt werden kann.

 

 

Waldinvestments bei ForestFinance

ForestFinance gehört zu den führenden Anbietern von Walddirektinvestments in Europa: Wir ermöglichen Investitionen in Aufforstungen für Umwelt, Klima und Artenschutz. Zum Beispiel mit unserem BaumSparVertrag: Hier bestimmen Sie selbst, wie viel brachliegende Fläche wir in Panama für Sie in Wald umwandeln. Ein Investment in eigenen Wald ist bereits ab 38 Euro monatlich möglich.

Mit jedem Baum, den wir für Sie pflanzen, schaffen Sie wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Und: Dank Ihres Investments haben Menschen fair bezahlte Arbeitsplätze in einer Region, in der diese selten sind. Unsere Wälder werden garantiert nachhaltig bewirtschaftet und sind alle zertifiziert. Zudem schaffen BaumSparer keine eintönigen Monokulturen, sondern biodiverse Wälder, die dauerhaft bestehen bleiben. 

Wir pflegen Ihren Wald, der durch Ihr Investment in Panama aufgeforstet wird, und ernten nach 25 Jahren  Edelhölzer daraus – natürlich selektiv und ohne Kahlschlag! Damit helfen Sie einerseits nachhaltig Wald zu schaffen und erhalten Erlöse aus dem Holzverkauf.

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betreut seit 2008 das Kundenmagazin ForestFinest und sämtliche Printprodukte als Redakteurin und Autorin. Sie schreibt am liebsten über nachhaltig Gutes, das sich für Mensch und Umwelt rechnet.

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