Das ForestFinance-Team in Zeiten von Corona:

Neues aus Panama

Ungewöhnliche Bilder aus Panama: Erzbischof José Domingo Ulloa flog am Palmsonntag mit einem Helikopter über das menschenleere Panama City und segnete die Einwohner. Auch bei ForestFinance und in unseren Wäldern vor Ort läuft gerade einiges anders als sonst – was genau, berichten wir heute.

Panama hat seine Grenzen geschlossen und – etwas ungewöhnliche – Ausgangsverbote verhängt: Die Frauen dürfen noch montags, mittwochs und freitags nach draußen, Männer an den restlichen Wochentagen; bis auf Sonntag, da herrscht für alle Ausgangsverbot. Erledigt werden dürfen auch dann nur dringende Arbeiten oder Lebensmitteleinkäufe.

Dieses Infoblatt informierte alle ForestFinance-Mitarbeitenden über das Corona-Virus. Foto: ForestFinance

ForestFinance bildet da keine Ausnahme: Auf den Projektflächen werden die nötigsten Aufgaben innerhalb eines täglichen Zeitfensters von zwei Stunden verrichtet. An den Projektstandorten wurden Wasser und Seife oder auch Alkoholgelspender aufgestellt. Die ForestFinance-MitarbeiterInnen haben eine Schulung erhalten, in der sie über Hygieneregeln aufklärt wurden. Denn ebenso wie in Deutschland sind auch in Panama viele Menschen verunsichert. „Das ganze Land versteht die Notwendigkeit, aber es ist schwierig, sich anzupassen“, erzählt Nuria Guerra, die in Bocas del Toro für ForestFinance tätig ist.

Hygieneregeln werden eingehalten – auch im Feld. Foto: ForestFinance

Mittlerweile hat sich vieles eingespielt. Glück im Unglück: Wald kann einfach wachsen und verliert auch in der Corona-Krise nicht an Wert. Die ForestFinance-Mitarbeiter sind weiter im Einsatz und geben – nun soweit möglich vom Schreibtisch aus – ihr Bestes für die Kunden.

Eine besonders schöne Überraschung erwartete unsere KollegInnen in Panama diese Woche auf der Finca Limon: Ein Faultier mit seinem Jungen hing am Kakaobaum. Mindestabstand unnötig! Foto: ForestFinance

„Die Arbeit von zu Hause aus war für die meisten von uns etwas Neues, die Kommunikation war von entscheidender Bedeutung“, berichtet Julissa Dominguez. Das bedeutet zum Beispiel, dass das anstehende FSC-Audit komplett online durchgeführt wird. Und auch mit der Bio-Zertifizierung der Finca Rio Uyama geht es weiter: Voraussichtlich darf sich der Edelkakao schon ab Mitte April „bio“ nennen.

Was mindestens ebenso wichtig ist: Wir halten den Kontakt – auch die MitarbeiterInnen in Panama wollten gerne wissen, was sich bei den KollegInnen in Deutschland abspielt. Denn wenn die Krise Flugreisen verhindert und auf der einen Seite trennt, verbindet sie doch auf andere Weise wieder.

Eine besonders schöne Idee hatten die Mitarbeiter des Schokoladencafés in Panama City: Sie verschenken Pralinen aus ForestFinance-Edelkakao an Pflegeeinrichtungen. Leider wird das Café wegen Corona nach vier spannenden Jahren nun schließen müssen. Foto: ForestFinance

Online Redaktion | Übersetzung | kristin.steffan@forestfinance.de

Kristin Steffan schreibt seit mehr als zehn Jahren für ForestFinance – am liebsten über Themen rund um Umweltpädagogik, Klimaschutz und Biodiversität.

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