Summende Gärten: So fühlen sich Bienen und Nützlinge wohl

Summende Gärten: Hummel vor Mohnblume. Foto: Louisa Lösing
Summende Gärten: Hummel vor Mohnblume. Foto: Louisa Lösing

Fleißige Bienchen lieben faule Gärtner

Wer einen insektenfreundlichen Garten haben möchte, für den ist weniger Arbeit manchmal mehr. Einen naturnahen Garten darf man auch einfach mal wachsen lassen. Bienen, die im Boden leben, freuen sich über einen Rasen, der hier und da etwas lichter ist und viele Insekten lassen sich gerne in Trockenmauern und Totholz nieder. Auch in den Mischwäldern von ForestFinance werden Pflanzen nur dann entfernt, wenn sie Bäume beim Wachsen behindern, um das Ökosystem zu schonen. Reste bestehender Wälder bleiben erhalten.

 

Insekten lieben Trockenmauern. Foto: Kristin Steffan/ForestFinance
Insekten lieben Trockenmauern. Foto: Kristin Steffan/ForestFinance

Bienenweide: Pflanzen zum Schwelgen und Staunen

Bei der Bepflanzung eines insektenfreundlichen Gartens oder Balkons gilt als Faustregel, auf heimische Blumen und Kräuter zu setzen, denn ansonsten können unsere Insekten oft nicht davon profitieren. Dass auf Gift verzichtet werden sollte, versteht sich von selbst. Der Einsatz von Pestiziden ist aber auch meist gar nicht nötig, da insektenfreundlicher Gärten und Balkonkästen auch zahlreiche Nützlinge und insektenliebende Vögel anziehen. Das Beispiel der ökologischen Forstwirtschaft zeigt es: Die hohe Artenvielfalt der ForestFinance-Mischwälder macht diese weitaus weniger anfällig für Schädlingsbefall und Krankheiten als Monokulturen. So beherbergen die ForestFinance-Forste zahlreiche Vogelarten, die sich wiederum von schädlichen Insekten ernähren. Daher ist im Vergleich zu Monokulturen nur ein minimaler Chemieeinsatz notwendig. Was für die ForestFinance-Wälder gilt, ist im kleineren Maßstab auch beim heimischen Gärtnern gültig. Bunter Nebeneffekt: Auch Schmetterlinge lieben einen insektenfreundlichen Garten und sorgen für zahlreiche Hingucker in Ihrem kleinen Paradies.

 

Buchtipp: Mein Bienengarten

Mein Bienengarten. Foto: Ulmer Verlag
Mein Bienengarten. Foto: Ulmer Verlag

„Mein Bienengarten“ aus dem Ulmer-Verlag kann vor allem optisch mit einer schönen Aufmachung und ansprechenden Fotos punkten. Die Autorin Elke Schwarzer, selbst Besitzerin eines Reihenhaushintergartens, in dem es summt und brummt, stellt verschiedene Wildbienen und -hummelarten vor und anschließend passende Pflanzen, die der jeweiligen Art besonders munden. Insgesamt sind es ganze 80 Bienenweiden, die hier mit schönen Farbfotografien dazu einladen, zum Gartenwerkzeug zu greifen. Das funktioniert auch im kleinsten Garten mitten in der Stadt. Der Schwerpunkt des Buches liegt dabei vor allem auf den Pflanzen, wer also nach ausführlichen Anleitungen zum Bau von Bienenhotels oder Trockenmauern sucht, sollte besser zu einem anderen Werk greifen. Für alle Bienenfreunde, die in erster Linie Anregungen zum Bepflanzen eines wildbienenfreundlichen Gartens suchen, ist „Mein Bienengarten“ ideal.

Mein Bienengarten. Bunte Bienenweiden für Hummeln, Honig- und Wildbienen. Elke Schwarzer. Ulmer Verlag. 2017. 128 S., 110 Farbfotos, kart. ISBN 978-3-8001-0870-1. 16,90 Euro (D); Sie können das Buch direkt im Online-Shop des Verlages kaufen.

 

Insekten willkommen: Wohlfühlplätze für Nützlinge

 

Hier fühlen sich Insekten wohl: ein großes Insektenhotel vor einer Bienenweiden-Wiese. Foto: Kristin Steffan/ForestFinance
Hier fühlen sich Insekten wohl: ein großes Insektenhotel vor einer Bienenweiden-Wiese. Foto: Kristin Steffan/ForestFinance

Ein Bienen- oder Insektenhotel können Sie ganz einfach selbst bauen, denn leider sind viele fertige Insektenhotels aus dem Baumarkt nicht so einladend, wie sie auf den ersten Blick aussehen. Wie es geht, erfahren Sie auf der Website des NABU oder in folgendem Buch:

 

Mein Insektenhotel. Foto: Ulmer Verlag
Mein Insektenhotel. Foto: Ulmer Verlag

Buchtipp: Mein Insektenhotel

Das ebenfalls bereits vor einigen Jahren im Ulmer-Verlag erschienene, kleinformatige Buch „Mein Insektenhotel“ der Biologin Melanie von Orlow beschäftigt sich eingehend mit dem Bau von Nisthilfen für geflügelte Gartenbewohner und enthält einen ausführlichen Teil zur Artbestimmung. Es eignet sich gut zur Ergänzung von „Mein Bienengarten“ und richtet sich eher an Menschen, die einen großen Garten mit viel Platz für Kräuterspirale und Co besitzen als an solche mit einer Balkonwohnung.

Mein Insektenhotel. Wildbienen, Hummeln & Co. im Garten. Melanie von Orlow. Ulmer Verlag. 2. Auflage 2015. 192 S., 190 Farbfotos, Klappenbroschur. ISBN 978-3-8001-8449-1. 14,90 Euro (D); Sie können das Buch direkt im Online-Shop des Verlages kaufen.

 

Gern angenommen wird auch ein Wasserplatz, an dem Bienen und Insekten „auftanken“ können. Das Wasser benötigen Honigbienen unter anderem, um ihren Bienenstock zu kühlen. Auch Vögel und andere Tiere freuen sich sehr über etwas Wasser im Garten. Das muss nicht gleich ein Teich sein: Ein großer Bottich mit einem Stück Weidenzaun umwickelt und mit einer Seerose darin macht auch auf einem kleinen Hinterhof etwas her.

 

Bienenweide: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen sich gleichermaßen über ein Angebot heimischer Blühpflanzen. Foto: Lousia Lösing/ForestFinance
Bienenweide: Bienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen sich gleichermaßen über ein Angebot heimischer Blühpflanzen. Foto: Louisa Lösing/ForestFinance

 

Mein Garten summt! Foto: Kosmos Verlag
Mein Garten summt! Foto: Kosmos Verlag

Buchtipp: Mein Garten summt

„Mein Garten summt!“ stellt das Thema insektenfreundlicher Garten umweltpolitisch und biologisch in einen größeren Zusammenhang und schafft es dennoch, dabei ausreichend in die Tiefe zu gehen. Die Autorin und Landschaftsarchitektin Simone Kern bietet verschiedene Ansätze, Insekten willkommen zu heißen: Auch Stadtbewohner, die nur über einen kleinen Hinterhof oder Balkon oder sogar nur einen Hauseingang oder Gehsteig verfügen, werden hier fündig und erhalten Vorschläge für passende Pflanzen und Ideen für Nistplätze. Besitzer eines großen Gartens werden sich über die Anregungen für Steingärten, Kräuterspiralen, Streuobstwiesen oder Kieswege freuen. Übersichtliche Tabellen zeigen an, welche Pflanzen wann blühen und welche Insekten sich an ihnen laben. Wer einen umfassenden Überblick zum Thema insektenfreundlicher Garten haben möchte, kann bei „Mein Garten summt!“  zugreifen.

Mein Garten summt. Simone Kern. Kosmos Verlag. 128 S., 190 Farbfotos, Klappenbroschur. EAN: 9783440152706. 16,99 Euro (D); Sie können das Buch direkt im Online-Shop des Verlages kaufen.

 

Möchten Sie eines der beiden neuen vorgestellten Bücher gewinnen? Bis zum 11. Juni 2017 haben Sie die Gelegenheit dazu! Erzählen Sie uns einfach, wie Sie Ihren Garten insektenfreundlicher machen.

 

Was krabbelt da? Insekten bestimmen und beobachten

Ein Garten, in dem es krabbelt und lebt, ist um einiges interessanter zu beobachten als ein auf den Millimeter getrimmter Vorgarten-Rasen. Viele der Krabbeltiere sind aber nicht nur interessant, sondern auch nützlich für den Garten. Marienkäfer bekämpfen zum Beispiel Blattläuse auf ganz natürliche Weise, Schwebfliegen vertilgen weitere Schädlinge.

 

Insekten in Gärten. Foto: BUND
Insekten in Gärten. Foto: BUND

 

Broschüren-Tipp: Insekten in Gärten

Der BUND wirbt mit seiner Broschüre „Insekten in Gärten“ für mehr Verständnis für Sechsbeiner. Hier werden nicht nur die Publikumslieblinge Bienen, Libellen und Schmetterlinge, sondern auch Ohrwürmer oder Wanzen ins rechte Licht gerückt, denn auch diese Tiere sind im Garten von Nutzen. Das 14-seitige Heft eignet sich vor allem für jeden, der sich einen Überblick über wichtige Gartennützlinge und geeignete Maßnahmen zu ihrer Förderung verschaffen möchte.

Tipps zum Einsatz nützlicher Krabbeltiere im Garten. Erhältlich im BUNDladen zum Preis von 2,20 Euro.

 

 

Als Bestäuber sind keineswegs nur Honigbienen im Garten unterwegs, auch Wildbienen und Hummeln leisten dazu einen beachtlichen Beitrag. Die kleinen Wildbienen lassen sich wunderbar auch von Kindern beobachten. Sie sind besonders friedlich und selbst wenn sie stechen sollten, ist der Stich eher harmlos, denn sie besitzen nur einen kleinen Stachel. Es ist spannend zu sehen, wie einige Solitärbienenarten wie die Gehörnte Mauerbiene die Löcher ihrer Nisthilfe nach der Eiablage mit feuchtem Lehm verkleiden. Unsere Hilfe können sie dringend brauchen: Mehr als die Hälfte der 561 Wildbienenarten stehen in Deutschland laut dem Bundesamt für Naturschutz bereits auf der Roten Liste. Mehr über die geflügelten Gartengäste – und über das Honigprojekt von ForestFinance – finden Sie in unserem Bienenspecial.

 

Schau, was machen die Bienen? Ein Wimmelbuch zum Staunen! Foto: Kristin Steffan/ForestFinance
Schau, was machen die Bienen? Ein Wimmelbuch zum Staunen! Foto: Kristin Steffan/ForestFinance

 

Schau, was machen die Bienen? Foto: Naturkind Verlag
Schau, was machen die Bienen? Foto: Naturkind Verlag

Buchtipp: Schau, was machen die Bienen?

Mit diesem Buch aus dem Naturkind-Verlag entdecken auch die Kleinsten ihre Freude an Bienen! Es lädt mit wunderbaren, ganzseitigen Wimmelbildern zum Entdecken der Honigwelt ein und erklärt anschaulich, warum Pflanzen Bienen brauchen und wie Honig entsteht. Mit dabei sind zwei Basteltipps, die zum sofortigen Nachmachen einladen.

Schau, was machen die Bienen? Katarzyna Bajerowicz. Naturkind Verlag. 28 Seiten, Pappe, durchgehend farbig illustriert. ISBN 978-3-7855-8631-0. 9,95 Euro (D); Sie können das Buch direkt im Online-Shop des Verlages kaufen.

 

Lädt Kinder zum Nachbasteln ein: Schau, was machen die Bienen? Foto: Kristin Steffan/ForestFinance
Lädt Kinder zum Nachbasteln ein: Eine klasse Idee fürs Upcycling von Kinder-Überraschungseiern aus „Schau, was machen die Bienen?“ Foto: Kristin Steffan/ForestFinance

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