Regenwald am Amazonas brennt. Schon wieder

In manchen Jahren träumt man vom Sommerloch. Der Zeit, in dem Nachrichten von Problembären in Bayern, Kaimanen in Badeseen oder Giftschlangen auf der Flucht in Herne Schlagzeilen machen. Aber statt in diese Art journalistischer Abgründe zu schauen, beschäftigt uns seit Monaten die Covid-19-Pandemie. Und das so sehr, dass andere Nachrichten in medialen Löchern versinken. Wie die Waldbrände am Amazonas, die seit Juni 2020 wieder toben. Oder die tropischen Temperaturen in Sibirien im Juli und August 2020, die wiederum zu überdurchschnittlich vielen Waldbränden in der Region führen.


Die Tagesschau berichtete am 02. Juli 2020 kurz über die Waldbrände in Brasilien. Foto: Screenshot tagesschau.de

Mehr als 2200 Feuer im Amazonas-Regenwald

Im Gebiet des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien gab es im Juni 2020 die schwersten Brände seit 13 Jahren. Laut brasilianischem Weltrauminstitut (INPE) waren mehr als 2200 Feuer zu sehen, von denen die meisten durch Brandrodung entstanden sind. Illegale Holzfäller haben seit der brasilianische Präsident Bolsonaro das Budget der Umweltbehörde Ibama stark gekürzt hat, freie Fahrt. Sie können roden und abholzen, ohne großes Risiko, entdeckt und gestoppt zu werden. Die Abholzung des Regenwaldes ist somit seit August 2019 bis Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut INPE um mehr als 34 Prozent gestiegen.

Rauchschwaden über dem Amazonas-Regenwald aufgenommen 2019 von der NASA. Auf der Seite der NASA Abteilung Earth Observatory finden Sie ein Dossier mit erschreckenden Bildern der Waldbrände 2019.

Im Sommer 2019 wüteten im brasilianischen Amazonas-Regenwald die schwersten Waldbrände seit mehr als 20 Jahren, die sich sogar auf Bolivien und Peru ausweiteten. Umweltschutzorganisationen befürchten, dass sich diese Katastrophe im Sommer 2020 wiederholen wird. „Es ist kaum zu hoffen, dass die Umweltkatastrophe, die wir im letzten Jahr mit einer Reihe krimineller Brände erlebt haben, in diesem Jahr geringer ausfallen wird“, sagte Rômulo Batista von Greenpeace in Brasilien.

In Brasilien liegen fast 60 Prozent des Amazonas-Gebiets, des größten Regenwalds der Welt. Die Zerstörung dieses Waldes hat Konsequenzen für die ganze Welt. Er ist der artenreichste Ort der Erde und ein riesiger Speicher für das klimaschädliche Kohlendioxid. „Die Klimakrise wird noch schneller voranschreiten, wenn wir diesen Wald verlieren“, ist Ann-Kathrin Schneider, Expertin für internationale Klimapolitik beim BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, überzeugt.

Die Max-Planck-Gesellschaft erklärt in einem Video sehr eindringlich, wie wichtig es ist, den Amazonas-Regenwald zu schützen.

Waldbrände fachen Klimaerwärmung an

Auf der ganzen Welt sind Wälder gefährdet. Sie brennen oder vertrocknen dank weltweit verfehlter Wirtschafts- und Klimapolitik. In Australien verbrannten laut WWF bei den verheerenden Buschbränden, die von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 wüteten, mehr als 17 Millionen Hektar Land. „Tausende Häuser wurden zerstört, mindestens 33 Menschen und fast 3 Milliarden Tiere starben. Die verheerenden Brände 2019 und 2020 zerstörten erhebliche Teile des Lebensraums von 70 einheimischen Wirbeltierarten.“

Auch die Brände in der Arktis, die 2019 wüteten und 2020 wieder gefährlich werden, haben für die Welt verheerende Folgen. Denn diese Feuer emittieren mehr Schadstoffe als durch menschliche Aktivitäten in großen Industrieländern im selben Zeitraum freigesetzt werden. „Und diese Schadstoffe, etwa Aerosole, Kohlenstoff-Monoxid oder Stickoxide erhöhen wiederum den Treibhauseffekt“, erklärt Umweltmeteorologe Gerhard Wotawa von der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Wenn Wälder brennen, setzen sie also Emissionen frei, anstatt sie zu binden. So kommt es zu dem Teufelskreis, dass Waldbrände durch den Klimawandel verstärkt werden und ihn gleichzeitig sprichwörtlich befeuern.

Das Problem kann man, da sind sich WissenschaftlerInnen und UmweltschützerInnen einig, nur indirekt lösen. Das bestätigt der österreichische Meteorologe Wotawa: „Im Grunde kann man diese Brände nur effektiv bekämpfen, indem man die Klimaproblematik nicht außer Kontrolle geraten lässt, also die Erderwärmung möglichst gering hält“.

Wälder machen und schützen

Links unten sehen Sie eine frisch bepflanzte Kakaoflächen in Panama. Dahinter, ebenfalls links, wachsen die alten Bäume unseres ForestFinance-SchutzWaldes. Das Weideland im Vordergrund wird nach und nach in Wald umgewandelt. Foto: ForestFinance

Sie können auch Ihren Beitrag dazu leisten, um Wälder und Klima zu schützen. Denn Aufforstungen sind, so unser Klimaschutzexperte von CO2OL, Julian Ekelhof, in unserem Blog, „DER Joker im Kampf gegen den Klimawandel.“ Sie können über uns in die Aufforstung von Tropenwäldern in Panama investieren. Mit dem Projekt WaldSparen VI forsten wir Mischwälder mit überwiegend heimischen Baumarten auf. Starten können Sie ab einer Fläche von 125 Quadratmetern für 405 Euro, aufhören bei mehreren Hektar.

Oder, wenn Sie ein sinnvolles Geschenk suchen, um sich selbst, anderen und auf jeden Fall der Umwelt etwas Gutes zu tun, können Sie ein Stückchen Regenwald, den ForestFinance-SchutzWald unter Schutz stellen. Für nur 5 Euro schützen Sie 5 Quadratmeter wertvollen Primärwald und das für mindestens ein halbes Jahrhundert.

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