Panama-Special Teil 6: Von großen Tieren und kleinen Setzlingen

ForestFinance arbeitet seit 1995 in Panama – pflanzt Wälder und Kakaobäume, schützt Regen- und Mangrovenwälder, schafft Arbeitsplätze und sichere Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. Seit Ende Januar 2022 schaut uns Clara Bidstrup dabei über die Schulter. Nun ist sie für uns in Panama unterwegs und berichtet regelmäßig von ihren Erfahrungen vor Ort. Dieses Mal geht es um Claras Treffen mit unserer forstwissenschaftlichen Leiterin Yaels Camacho und tierischen Begegnungen in unserem SchutzWald.

Baumkronen
Die Bäume auf der Finca Santa Cruz haben bereits eine beachtliche Höhe erreicht. Foto: Clara Bidstrup

Hier können Sie die bisherigen Erlebnisse von Clara in Panama nachlesen:

Panama-Special Teil 1: Angekommen!

Panama-Special Teil 2: 10 Fun Facts über Panama

Panama-Special Teil 3: Clara und die Schokoladenfabrik

Panama-Special Teil 4: Die kleinen Unterschiede

Panama-Special Teil 5: Der Panamakanal – ein Nadelöhr mit Geschichte

Ich habe vor Kurzem für eine Woche in Las Lajas, Chiriqui, gewohnt und die ForestFinance-Fincas im Umkreis besucht. Dies war eine sehr spannende Zeit, in der ich viel gesehen habe und viele Mitarbeiter.innen kennengelernt habe. Yaels Camacho, die seit 2005 bei ForestFinance arbeitet und für dieses Gebiet die forstwissenschaftliche Verantwortung trägt, ist eine sehr liebe und gastfreundliche Person. Man merkt wirklich, wie viel Freude sind an ihrer Arbeit hat und wie gerne sie in der Natur ist. Sie erzählte mir, dass sie damals schon als Kind mit ihren Geschwistern und ihren Eltern viele unterschiedliche Fincas in Costa Rica besucht hat. Sie hat sich Zeit genommen, mir alles in Ruhe zu erklären, welcher Baum wo am besten wächst, wie die Durchforstung funktioniert, damit andere Bäume noch besser wachsen und Vieles mehr. Dabei hat sie mir die Fincas persönlich gezeigt, was sehr abenteuerlich war, da wir häufig den eigentlich „Pfad“ verlassen haben und mitten durch die Natur gelaufen sind. Ihre persönliche Lieblingsfinca ist Madera Fina, da viele Vögel dort wohnen und weil dort in der Regenzeit auch ein Fluss verläuft.

Yaels Camacho
Mit Leib und Seele Forstwissenschaftlerin: Yaels Camacho. Foto: Clara Bidstrup

Mir persönlich hat der Naturlehrpfad in Los Monos am besten gefallen. Das ist unser SchutzWald und ich konnte direkt sehen und merken, dass dieser Wald wirklich ein Teil der Natur ist, denn ForestFinance schützt diesen Wald und lässt der Natur ihren freien Lauf. Wie der Name „Los Monos“ – „Die Affen“ – schon verrät, gibt es dort Affen. Insgesamt sollen dort 20 bis 30 Affen leben und ich hatte sogar das Glück, einen zu entdecken. Zudem gibt es dort auch Krokodile. Ein Teil des SchutzWaldes besteht aus Mangroven, die ein Fluss durchläuft, der ins nahe Meer fließt. Ab und an konnte ich das Rauschen des Meeres im Wald neben den Vogelgesängen hören, was wirklich schön war.

Naturlehrpfad SchutzWald
Schilder auf dem Naturlehrpfad im ForestFinance-SchutzWald erklären verschiedene Pflanzen. Foto: Clara Bidstrup

An einem anderen Tag besuchte ich die Schreinerei und hatte dort viele nette Gespräche mit den Mitarbeitenden. Einer von ihnen sprach sehr offen und teilte mir mit, wie schwer die Corona-Situation in Panama war. Amael Hurtado erzählte mir von seinen Kindern, die zwei Jahre lang nicht in die Schule gehen konnten, sondern zu Hause bleiben mussten und dort Homeschooling per WhatsApp hatten. Er sagte auch, wie dankbar er für die Arbeit bei ForestFinance sei, denn die Kosten der Lebensmittel wären stark gestiegen. Bananen zum Beispiel kosteten jetzt doppelt so viel wie vor zwei Jahren. Doch durch den fairen und festen Lohn von ForestFinance könne er seine Familie über Wasser halten.

Schreinerei
Amael Hurtado verarbeitet in der hauseigenen ForestFinance-Schreinerei das nachhaltig erzeugte Edelholz. Foto: Clara Bidstrup

Eine weitere schöne Unterhaltung hatte ich mit Darelbia Pinzon, die schon 14 Jahre lang bei ForestFinance tätig ist. Sie arbeitet dort mit Leidenschaft und erzählte mir, wie wichtig für sie die Natur sei und wie glücklich sie darüber ist, durch ihre Arbeit der Natur zu helfen und in der Natur zu sein. Zudem zeigte sie mir die einzelnen Setzlinge und erklärte mir, wie sie genau behandelt werden und was mit Samen passiert, die nicht keimen – die Erde wird dann für die nächsten Samen wiederverwendet. Das passiert, wenn die Vögel sie fressen oder der Samen nicht keimfähig ist. Es war wirklich schön, die ganzen Setzlinge zu sehen, die später mal wichtig für unsere Zukunft werden!

Darelbia Pinzon
Schon seit 14 Jahren Teil des ForestFinance-Teams: Darelbia Pinzon. Foto: Clara Bidstrup

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